eine antike Truhe wird restauriert
Die Truhe stand lange Zeit im Keller eines Hauses und ist durch Feuchtigkeit und Wurmbefall ziemlich in Mitleidenschaft genommen worden.
Die linke Gradleiste ist komplett vom Wurm zerfressen und auf der rechten Seite fehlen einige Zierelemente.
Die Leiste war mit Holznägel befestigt. Das war vor 170 Jahren so üblich und sollte auch genau so wieder erfolgen. Also Holznägel aus Birke handgeschnitzt
möglichst dicht am Original.
Nur an den Holznägeln gibt es einen Tropfen Fischleim, damit der Deckel noch arbeiten kann. Dadurch, dass die Truhe nun schon seit 6 Wochen im trockenen warmen Raum steht, hat sich der Deckel um einen Zentimeter verjüngt, ist also schmaler geworden. Zum Glück war der Deckel geöffnet, ansonsten wäre er gerissen. Das Profil der Leiste war ebenfalls nicht so einfach herzustellen, aber ich bin mit Form und Farbton der neuen Leiste sehr zufrieden. Jetzt noch die fehlenden Zierelemente am rechten Rand erneuern. ebonisiertes Mahagoni ist meine Wahl und dann noch eine Bemalung.
Naja, ein Ohr habe ich mir nicht abgeschnitten, aber es ist ganz gut gelungen. Zum Schluss noch einen neuen Knopf an der Schublade und anschließend eine Oberflächenbehandlung, die die Truhe nur "etwas" schöner da stehen lässt, denn sie soll ja noch ihren alten Charme behalten.



























